Ein sicherer Ort für Kinder am Mercado San Roque – Erfolgreicher Abschluss unseres Projektes mit CENIT und BOSCH CENTS FOR HELP e.V.

Mit großer Freude berichten wir über den erfolgreichen Abschluss unseres Projekts in Zusammenarbeit mit der christlichen Hilfsorganisation CENIT am Mercado San Roque in Quito. Seit mehr als 30 Jahren engagiert sich CENIT im Süden Quitos für Bildung, psychologische Unterstützung, Elternarbeit und die Förderung von Frauen und Kindern.

Durch die großzügige finanzielle Unterstützung von CENTS FOR HELP (gemein-nütziger Verein der Bosch-Mitarbeiter) in Deutschland konnten wir einen Raum im Mercado San Roque renovieren und kindgerecht einrichten. Ziel war es, den Kindern der dort arbeitenden Familien einen geschützten Ort in unmittelbarer Nähe zum Markt zu bieten – zum Spielen, Lernen, Essen und Wohlfühlen.

Ein lebendiger Markt – ein herausforderndes Umfeld

Viele der Kinder wachsen unter schwierigen Bedingungen auf und sind im Umfeld des Marktes mit Herausforderungen wie Drogenkonsum und Alkoholismus, familiäre Gewalt konfrontiert. Der renovierte Raum bietet ihnen nun einen sicheren Rückzugsort. Die Gestaltung erfolgte mit viel Liebe zum Detail: die Wände wurden freundlich gestaltet, neues flexibles Mobiliar wurde angefertigt, und ein sicherer Bodenbelag sowie Sichtschutz sorgen für geschütztes Umfeld. Internationale Freiwillige unterstützten die künstlerische Ausgestaltung mit Wandmalereien und Blumenarrangements in recycelten Gefäßen.

Gemeinsam zum Ziel – mit Engagement und Herz

Die Realisierung des Projektes erforderte zahlreiche bürokratische Schritte und die Zusammenarbeit mit der Stadt Quito sowie der Marktverwaltung. Sobald alle Genehmigungen vorlagen, konnten die Arbeiten zügig umgesetzt werden. Die Einweihung des Raumes fand am 30. Oktober 2025 in feierlichem Rahmen statt – mit Vertretern der Stadt, CENIT und den Damas Alemanas. Die Gemeinschaft von San Roque, einschließlich der Asociación 24 de Mayo, hat das Projekt herzlich aufgenommen. Unser besonderer Dank gilt Cents for Help und allen Unterstützern, ohne die diese nachhaltige Verbesserung für die Kinder nicht möglich gewesen wäre.

Ausblick

Wir werden das Projekt weiterhin begleiten und den Kontakt zu CENIT pflegen, um sicherzustellen, dass der Raum langfristig genutzt wird und seine wichtige Rolle für die Familien am Markt behält. An dieser Stelle gilt unser Dank allen, die dazu beigetragen haben: Die Stadt Quito stellt die Hausschuhe für alle Kinder zur Verfügung, damit der Raum lange gut erhalten bleibt. Herzlichen Dank auch hierfür.

Kulinarischer Kulturaustausch: Gemeinsames Kochen mit deutschen und ecuadorianischen Schülern

Ende Oktober durften zwei Damas einen ganz besonderen Tag an der Fiskalschule 3 de Diciembre erleben. Gemeinsam mit zehn Austauschschülerinnen und -schülern aus Deutschland, die am Colegio Alemán in Cumbayá zu Gast waren, besuchten sie die Schule, um gemeinsam mit zwölf Kochschülerinnen und -schülern aus Checa zu kochen. Am Vormittag standen traditionelle ecuadorianische Gerichte auf dem Programm: Pan de Yucca, Quimbolitos und Torta de Maduro wurden in gemischten Teams zubereitet. Am Nachmittag wagten wir uns an typisch deutsche Spezialitäten wie Käsespätzle, Currywurst mit selbstgemachter Tomaten-Currysoße und zum Nachtisch Apple Crumble. Besonders schön war zu sehen, wie trotz sprachlicher Barrieren – die deutschen Schüler sprachen kein Spanisch, die ecuadorianischen Jugendlichen kein Deutsch oder Englisch – mit Hilfe von Google Translator, kreativen Handzeichen und viel Humor eine wunderbare Zusammenarbeit entstand. Für alle Beteiligten war es ein bereicherndes Erlebnis voller neuer Eindrücke, kulinarischer Entdeckungen und fröhlicher Begegnungen. Einige Fotos von der Aktion finden Sie hier:

Neues Sozialprojekt in San Roque: Finanzierung durch die Damas Alemanas mit Hilfe des deutschen Spendenprogramms Cents for help e.V.

Dieses neue Projekt wurde von den Damas Alemanas initiiert, die die Initiative mit Unterstützung des deutschen Spendenprogramms Cents for Help e.V. der Firma Bosch finanzieren. Insgesamt stehen 6.000 $ für dieses wichtige Projekt zur Verfügung. Der Verein Cents for help stellt 4.500,- $ zur Verfügung. Seitens der Damas Alemanas werden 1.500,- $ Fördersumme beigesteuert.

Die Damas Alemanas engagieren sich seit vielen Jahren für die Einrichtung CENIT*, indem sie das Schulgeld für besonders bedürftige Kinder übernehmen. Dieses wertvolle Engagement hat bereits viele positive Auswirkungen auf das Leben der Kinder gehabt. Das neue Projekt konzentriert sich auf die Förderung von Kindern im Bereich des Marktes San Roque. Mit dieser Initiative möchten wir sicherstellen, dass noch mehr Kinder die Unterstützung erhalten, die sie benötigen, um ihre Bildung und persönliche Entwicklung voranzutreiben.

Wir freuen uns über die Möglichkeit, in San Roque aktiv zu werden und weiterhin einen positiven Einfluss auf die Gemeinschaft auszuüben! Cents for Help e.V. setzt sich dafür ein, bedürftigen Gemeinschaften zu helfen und Projekte zu unterstützen, die einen positiven Einfluss auf das Leben von Menschen haben. Durch die Zusammenarbeit mit den Damas Alemanas wird sichergestellt, dass die Mittel effektiv eingesetzt werden, um den Kindern in San Roque die notwendige Unterstützung zu bieten.

Darüber hinaus hat die Organisation CENIT* kürzlich eine Vereinbarung mit der Stadt Quito getroffen, um die Räumlichkeiten in der Nähe des Marktes für die Durchführung dieses Projekts nutzen zu können. Dank dieser Zusammenarbeit wird den Kindern in San Roque schon sehr bald die notwendige Unterstützung geboten, sodass sich ihre Bildungschancen sowie ihre Entwicklung erheblich verbessern.

** CENIT – Bedeutung und Hintergrund

CENIT steht für Centro Integral de la Niñez y Adolescencia. Das Integrierte Zentrum für Kinder und Jugendliche ist eine gemeinnützige Organisation mit 25 Jahren Erfahrung in der Entwicklung von Strategien und integrierten Programmen für gefährdete und schutzbedürftige Mädchen, Jungen und Jugendliche. Ziel ist es, Kinderarbeit zu beseitigen, ihre Rechte zu fördern und ihre Lebensbedingungen zu verbessern.

Die Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen zu verbessern, indem sie Zugang zu Bildung und Ressourcen ermöglicht. Durch Partnerschaften mit anderen Organisationen, wie den Damas Alemanas, wird sichergestellt, dass die Projekte effektiv umgesetzt werden und einen nachhaltigen Einfluss auf die Gemeinschaft haben.

Wir schaffen Bildung – gemeinsam und jeden Tag

Mit einem Spendenlauf im fränkischen Wilburgstetten begann es. Und mit zwei besonders engagierten Frauen. Sabine Hettler, die Vorsitzende des deutschen Schwestervereins der Damas Alemanas,  hatte in ihrem Heimatort aktiv für die Projekte des Vereins geworben. Mit dem großartigen Erfolg, dass die Grundschule Wilburgstetten im Sommer 2023 den Erlös eines Spendenlaufes den „Damas Alemanas“ zur Verfügung stellte, um die Zusammenarbeit mit einer geeigneten Schule in Ecuador zu finanzieren. Zu jenem Zeitpunkt hatten die Damas gerade zufällig Mirian Franco, die zupackende Leiterin der kleinen Schule „Intiyachay“ in Guangópolo bei Quito kennengelernt. Und so war eine Zusammenarbeit binnen weniger Wochen buchstäblich „unter Dach und Fach“: Die Damas Alemanas finanzierten die dringend notwendige Erneuerung des Daches über Rektorat und Computerraum der idyllisch im Grünen gelegenen Grundschule, die zur Zeit von rund 90 Schülern besucht wird.


Seitdem  ist ganz schnell ganz viel geschehen. Vier besonders bedürftige Grundschulkinder erhalten von den „Damas“ seit dem Schuljahr 2023/2024 ein Stipendium, das es ihren Eltern möglich macht, das monatliche Schulgeld von 50 Dollar zu finanzieren. Die in Quito ansässige Firma GRÜNtec,  deren Inhaberin Sabine Hettler ist, spendete einen Laptop und einen Drucker: Geräte, von denen man sich nicht vorstellen kann, dass es sie in einer Schule nicht gibt, die Mirian Franco aber aus den kargen Schulgeldzahlungen nicht finanzieren könnte. Das Colegio Alemán, die Deutsche Schule Quito, schenkte Tische und Stühle für einen Klassenraum – in den anderen Räumen von „Intiyachay“ sitzen die fünf- bis zwölfjährigen Kinder auf einfachen Plastikstühlen in Erwachsenengröße.

Viel wichtiger als diese Sachspenden aber sind die menschlichen Kontakte, die aus der Zusammenarbeit hervorgegangen sind, und die sich stetig weiterentwickeln. Im März dieses Jahres besuchte Sandra Biebeler, die selbst fünf Jahre als Lehrerin in Ecuador gearbeitet hat und dort bei den „Damas“ aktiv war, mit einer Schülergruppe der Carl-Theodor-Schule aus Schwetzingen Intiyachay. Ihre Schüler und Schülerinnen befanden sich zu einem vierwöchigen, von ihr organisierten Austauschprogramm in Ecuador, „und ich wollte unbedingt, dass sie auch einmal aus der Blase herauskommen und die Realitäten in diesem Land sehen“. Gesagt, getan: Flugs plante Sandra Biebeler einen Besuchstag in der Grundschule, in dessen Verlauf die deutschen Jugendlichen gemeinsam mit den ecuadorianischen Kindern ein Wandgemälde erstellten. Die vier Klimazonen Ecuadors prangen nun an der Wand des Schulfoyers – und erinnern jeden Tag daran, was Menschen und Institutionen erreichen können, wenn sie nur die Energie aufbringen, sich zusammenzutun und einfach zu handeln.

Runter von der Straße, rauf auf den Fußballplatz

In San Juan Alto gibt es nicht nur großzügige Einfamilienhäuser mit mindestens zwei Autos vor der Tür. Unmittelbar angrenzend an das moderne Villenviertel leben Kinder, deren Familien ihnen keine gepflegte Rasenfläche zum Spielen bieten können. In diesem für Autos, nicht für Fußgänger geplanten Vorort von Quito gibt es nicht einmal einen Bürgersteig, auf dem man Murmeln spielen, einen Fußball kicken oder einfach nur abhängen könnte. 

Um den Kindern der Gegend eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten, haben  die Lehrerin Andrea Montenegro und ihr Mann Diego die Fußballinitiative „Big Shooters“ in’s Leben gerufen. Jeden Dienstag und Donnerstag wird auf dem arg heruntergekommenen Bolzplatz des Viertels trainiert. Werbung ist gar nicht notwendig, das Interesse ist hier, wo es kein anderes vergleichbares Angebot gibt, riesig. Zwischen drei und dreizehn Jahren alt sind die Kinder, die regelmäßig zum Training kommen. Sie bringen ihre Geschwister und Eltern mit, die so einen Ort für Gespräche und nachbarschaftlichen Austausch finden.

Mit einer Spende von nur 500 $ haben die Damas Alemanas 30 Fußbälle, 24 Hula-Hoop-Reifen, 12 Verkehrsleitkegel und 24 Trikots für das Projekt besorgen können. Im Zentrum von Quito haben unsere beiden Projektpatinnen Nadine Witt und Maria Jaimes dafür intensiv nach den günstigsten Angeboten gesucht,  Als sie am 29. März dieses Jahre schwer bepackt auf dem Fußballplatz erschienen, waren die Kinder und ihre Familien hellauf begeistert. Andrea und Diego freuen sich, dass das Training für die kleinen Fußballer jetzt noch attraktiver ist – eine Anerkennung auch für ihre eigene engagierte Arbeit.

Wir Damas Alemanas freuen uns über jede noch so kleine Spende. Helfen auch Sie!

Un año de ayuda a través de donaciones de alimentos

La Asociación Benéfica de Damas Alemanas junto con la Asociación de Ex-Alumnos del Colegio de Alemán de Quito ha llevado a cabo la donación de alimentos durante un año, 25 entregas en total. Cada dos semanas, Damas voluntarias y algunas veces, también voluntarios, se encontraron en el supermercado Gran Akí en Tumbaco para empacar frutas y verduras frescas, artículos de higiene y de desinfección y alimentos no perecibles como avena, menestras, aceite, entre otros. Dos veces por mes empacamos en nuestros autos el pedido hecho con anticipación a este supermercado para reunirnos en la casa de nuestra presidenta, Beatriz Schlenker, y organizar y preparar 30 cajas de alimentos. En cajas de cartón que pesaban cerca de 18 kg, nuestro ayudante, Daniel Arteaga, se encargaba de llevar estas donaciones a los padres franciscanos en el centro de Quito, otras veces a la población rural de Ascázubi y en ocasiones también a Pisulí.

Los padres franciscanos repartían las cajas en auto, algunas veces en burro y también a pie. De esta forma, llegaban a los más necesitados en estos barrios. En un par de oportunidades, pudimos acompañarlos personalmente. Entre junio del 2020 y junio de este año, entregamos víveres y artículos de primera necesidad a alrededor de 900 familias en extrema necesidad.

Mehrere Einkaufswagen voller Lebensmittel – so sahen die wöchentlichen Einkäufe im Gran Aki aus. Foto © Patricia Zehnle
Varios carros de la compra llenos de víveres: así era la compra semanal en el Gran Aki. Foto © Patricia Zehnle

Actualmente mientras las medidas de seguridad se levantan para salir del confinamiento obligatorio que fue dictado durante la pandemia, poco a poco comienza a reactivarse el sector económico. Finalmente parece que después de quince largos meses sin clases presenciales, las escuelas y colegios van a volver a clases después del verano y los niños y niñas de los barrios marginales van a poder recibir su comida escolar, que en muchos casos era la única comida caliente que recibieron durante el día.

Con la llegada de las vacaciones escolares en la región de la sierra ecuatoriana, las Damas Alemanas han decidido concentrar su atención en otros proyectos en el sector educativo, sobre todo en la educación y formación de niñas y mujeres jóvenes así como en proyectos del sector salud. Para conocer más sobre estas iniciativas le invitamos a visitar nuestra página web. Estaríamos muy contentos si puede colaborarcon nuestras obras.

Cumbayá, Ecuador – 17.07.2021 – Benita Schauer

Helfen, wo es keinen Arzt gibt

Das indigene Volk der Sápara im Amazonas-Tiefland Ecuadors, an der Grenze zu Peru (Provinz Pastaza), umfasst nur noch 560 Menschen und zählt zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe. Die Dörfer der Sápara liegen weitab von den großen Verkehrswegen und können nur mit dem Kleinflugzeug erreicht werden. Ärzte gibt es in dieser Gegend nicht, und seit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 waren die Bewohner von medizinischer Betreuung, die auch vorher nur spärlich über staatlich organisierte Hubschrauber-Versorgungsflüge erfolgte, vollständig abgeschnitten.

Mehrere engagierte in Ecuador lebende Deutsche suchten nach einer Lösung: Mit finanzieller Unterstützung des Südamerikazentrums Hannover e.V. brachten sie im Mai und Juni dieses Jahres per Kleinflugzeug einen erfahrenen Arzt und den Gesundheitsbeauftragten der Dachorganisation der Sápara (NASE) in die Ortschaften Conambo und Pinduyaku. Widrige Witterungsverhältnisse machten die Flüge schwierig; wegen der starken Regenfälle war der Flughafen von Pinduyaku über Tage nicht anzufliegen, so dass aus der einen Reise schließlich zwei wurden.

Die Damas Alemanas beteiligten sich mit einer umfassenden Medikamentenspende an diesem sehr besonderen Projekt. Der Arzt hielt an beiden Orten über mehrere Tage Sprechstunde, versorgte Wunden, behandelte Kranke und gab Medikamente aus. Die Schlange der Patienten war lang, und die Dankbarkeit der Menschen groß.

Wir freuen uns über jede Spende, die uns erreicht, denn sie hilft den Menschen hier in Ecuador. Helfen auch Sie.

Cumbayá, Ecuador – 21.06.2021 – Benita Schauer

Festen Boden unter den Füßen

Sophia Holguin Rodriguez ist zwanzig Jahre alt und hochschwanger. Im Juni erwartet sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten ihr erstes Kind. Dabei ist sie eigentlich längst Mutter: Sophia betreut und erzieht in Los Cruces (Manabi) ihre sechs jüngeren Geschwister im Alter zwischen fünf und fünfzehn Jahren. Die Mutter verließ die Familie vor anderthalb Jahren, der Vater fährt zur See und lebt deshalb in Salinas an der Küste. Das einfache Bambushaus, in dem die sechs Geschwister sich einen einzigen Raum und zwei Matratzen teilten, war mehr als baufällig: Das Dach nur noch zum Teil vorhanden, das Regenwasser lief über den unebenen Lehmboden in das Haus.

Der Boden wird gegossen. Foto © Katharina Harder
Der Boden wird gegossen. Foto © Katharina Harder

Über die Fundación CASAlianza in Portoviejo, deren soziale Arbeit die Damas Alemanas seit über einem Jahr regelmäßig unterstützen, konnten wir Wohnsituation der Familie verbessern: Das Dach wurde geflickt, der Boden erhöht und mit Beton ausgegossen; einfache Trennwände ermöglichen ein wenig Privatsphäre für die Familienmitglieder, und Glühbirnen spenden Licht auch am Abend. Matratzen hatte CASAlianza schon zuvor beschafft. Die älteren Kinder und Sophias Lebensgefährte halfen bei den Renovierungsarbeiten tatkräftig mit.

Ein kurzes Interview mit Sophia, das ein Bild von der Lebenssituation der Kinder vor der Renovierung gibt, finden Sie hier (Link zu Facebook).

Die Damas Alemanas können nicht ohne Ihre Spenden helfen. Erfahren Sie hier, wie Sie spenden können.

Venezolanische Ärzte helfen – Unterstützung der Damas für neues Gesundheitszentrum

Im Zentrum Quitos, im Sektor El Ejido, wird eine Gruppe venezolanischer Ärzte ab Mitte März ein kleines Gesundheitszentrum eröffnen. Dort sollen bedürftige Familien des Viertels ärztliche Hilfe erhalten. Besonders wichtig ist den Initiatoren die Betreuung von Müttern und Kindern, die aufgrund ihres nicht geregelten Aufenthaltsstatus’ als Flüchtlinge,  oder wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie an den staatlichen Gesundheitszentren zurzeit nicht versorgt werden.

Die Vereinigung „Venezuela en Ecuador“ unter ihrem Vorsitzenden Daniel Regalado hat zu günstigen Konditionen zwei gut gelegene, helle Räume angemietet. Die Renovierung und das gebrauchte Mobiliar wurden von verschiedenen Unternehmen und von einer Kirchengemeinde gespendet; Ärzte und Laboratorien stellen Medikamente zur Verfügung. Die Damas Alemanas unterstützen die Initiative mit der Finanzierung der ersten drei Monatsmieten; ab Juni 2021 sollen diese Mieten dann aus den eigenen Einnahmen aufgebracht werden. 

Untersuchungs- und Beratungstermine werden nur auf Voranmeldung vergeben. Wer zahlen kann, entrichtet einen festgelegten Betrag; wer überhaupt keine Mittel hat, wird umsonst behandelt. „Wir kennen hier so viele Leute – das weiß man schnell, ob jemand Geld hat oder nicht“, heißt es bei der Scheckübergabe durch die Damas vor Ort Anfang März.  Den Organisatoren geht es dabei nicht nur um die Versorgung der venezolanischen Flüchtlinge: „Diskriminierung erleben wir ständig im Alltag. Entscheidend ist, dass hier jeder behandelt wird, der Hilfe braucht“, sagt eine Ärztin. 

Auch Sie können helfen über unsere Spenden-Seite.
Termine können hier gebucht werden.

Cumbayá, Ecuador – 08.03.2021, 10:55 Uhr – Benita Schauer / Update 13.04.2021

Das Projekt „Comedor La Concepción“

Das Projekt Comedor in der Parroquia La Concepción im Norden von Quito ist eine Initiative, mit der mehr als 50 bedürftigen Kindern im Schulalter während der Schulzeit ein Mittagessen angeboten wird. Es sind Kinder aus ärmsten Verhältnissen, die ursprünglich aus einer in der Nähe liegenden Schule mit einem weiten Einzugsbereich im Norden Quitos kommen.

Patricia Zehnle und Marisol Rivera bei der Essensausgabe. Foto © Patrizia Ubidia
Patricia Zehnle und Marisol Rivera bei der Essensausgabe. Foto © Elizabeth Ubidia

Getragen wird die Initiative von ehrenamtlich arbeitenden Frauen der Parroquia, die sich um die Zubereitung und Austeilung der Mahlzeiten kümmern und von verschiedenen Trägern, die mit ihrer finanziellen Unterstützung jeweils für einen Wochentag den Einkauf der Lebensmittel ermöglichen. Die Damas Alemanas beteiligen sich an diesem Projekt seit Juli 2015 und mit dieser Unterstützung erhalten diese Kinder während des Schuljahres jeden Montag einen warmen und gesunden Mittagstisch. Vor dem Hintergrund der Armut in den betroffenen Familien oder der schwierigen Familiensituation ist es für einige Kinder die einzige warme Mahlzeit oder sogar überhaupt die einzige Mahlzeit des Tages, die sie bekommen. Von den Kindern wird das Angebot regelmäßig und dankbar angenommen und der Kreis der Interessierten nimmt durch Mundpropaganda auch weiter zu.

Mit den Schulschließungen während der Pandemie musste auch der Betrieb des Comedor unterbrochen werden und anstelle des Mittagessens für die Schülerinnen und Schüler wurde die finanzielle Unterstützung dafür verwendet, an bedürftige Familien kleine Lebensmittelpakete mit nicht verderblichen Grundnahrungsmitteln auszuhändigen. Auch diese Aktion wurde von den Betroffenen dankbar aufgenommen und die zahlreichen Interessierten verursachen regelmäßig lange Schlangen bei der Ausgabe. 

Schulessen im Rahmen des Comedor La Concepción. Foto © Marisol Rivera
Schulessen im Rahmen des Comedor La Concepción. Foto © Marisol Rivera

Mit einer zusätzlichen Unterstützung seitens der Damas Alemanas freuen sich die Schüler zu speziellen Anlässen wie Weihnachtsfeier und Día del Niño (Tag des Kindes) über ein besonderes Essen und ein kleines Geschenk. Für alle Beteiligten ist es eine große Befriedigung, diesen Kindern in ihrem Alltag helfen zu können und an diesen besonderen Tagen eine zusätzliche Freude zu machen und der größte Dank, den sie uns geben können, ist ihr strahlendes Lächeln.

Auch Sie können helfen über unsere Spenden-Seite.

Cumbayá, Ecuador – 12.02.2021, 10:04 Uhr – Patricia Zehnle, Marisol Rivera

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