Ein Jahr Nahrungsmittelhilfe


Ein Jahr lang haben die Damas Alemanas gemeinsam mit der Ehemaligenvereinigung der Deutschen Schule Quito (AECA) Lebensmittelspenden verteilt, fünfundzwanzig Mal insgesamt. Ein Jahr, in denen sich im zweiwöchentlichen Rhythmus immer neue Helferinnen (und Helfer) im Gran Aki in Tumbaco trafen. Obst, Gemüse, Desinfektionsmittel und haltbare Lebensmittel einkauften, in ihre Autos luden, bei Beatriz Schlenker wieder auspackten. Sie dort in Pappkartons verteilten und die jeweils rund 18kg schweren Kisten wieder in das Auto unseres Helfers Daniel Arteaga transportierten.

Dann gingen die Kisten an Klostergemeinden im Zentrum Quitos, Gemeinschaften der Franziskaner in der ländlichen Gegend von Ascazubi, oder in das Örtchen Pisulí. Die Franziskanerbrüder verteilten die Spenden mit dem Auto, dem Maultier oder auch zu Fuß an die ihnen bekannten Bedürftigen in den Stadtvierteln und Dörfern. Manchmal waren wir selbst dabei. Insgesamt konnten zwischen Juni 2020 und Juni 2021 Jahr 900 bitterarme Familien mit Lebensmitteln versorgt werden.

Mehrere Einkaufswagen voller Lebensmittel – so sahen die wöchentlichen Einkäufe im Gran Aki aus. Foto © Patricia Zehnle
Mehrere Einkaufswagen voller Lebensmittel – so sahen die wöchentlichen Einkäufe im Gran Aki aus. Foto © Patricia Zehnle

Jetzt, wo die Coronamaßnahmen trotz der unverändert weiter herrschenden Pandemie weitgehend aufgehoben sind, kommt die Wirtschaft sehr langsam wieder in Gang. Allmählich sollen nach 15 Monaten der Schließung auch die Schulen wieder öffnen, so dass Kinder aus ärmeren Familien nach dem Sommer wieder die Schulspeisung erhalten können, die für sie oft die einzige warme Mahlzeit des Tages ist.

Die Damas haben deshalb beschlossen, die reine Nahrungsmittelhilfe mit der Sommerpause 2021 weitgehend einzustellen. Ab dem Herbst möchten wir uns verstärkt wieder auf unsere Projekte im Bereich Bildung, vor allem für Mädchen und junge Frauen, und Gesundheitsfürsorge konzentrieren.  Genaueres zu unseren aktuellen Projekten erfahren Sie auf dieser Website. Wenn Sie uns dabei unterstützen, freuen wir uns sehr!

Cumbayá, Ecuador – 17.07.2021 – Benita Schauer


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