Berufsziel: Pianistin


„Ich habe eine Überraschung für Euch!“, verkündet Monserrat in die Kamera. Die Überraschung ist der erste Satz einer Sonatine von Clementi, den sie konzentriert und mit Ausdruck spielt. „Monse“, wie sie alle in der kleinen Schule „San Marino“ nennen, ist sechs Jahre alt. Vor einem halben Jahr ist sie aus ihrem Dorf im Süden Ecuadors mit ihrem Vater nach Quito gezogen, um hier im Rahmen des „Programa de Bellas Artes Ecuador“ (PBA) eine umfassende Musikausbildung zu erhalten. Genauso wie ihre Freunde Ana Paula und Luís Angel.

Die Umgebung ist spartanisch: einfache Klassenräume, Plastikstühle, ein schlichtes Keyboard. Und seit Neuestem ein günstig gemieteter Steinway-Flügel. Umso größer ist der Wille der 36 Kinder und Jugendlichen, gemeinsam mit ihren Lehrern und durch die Musik eine berufliche Zukunft jenseits der Armut zu finden. Das verlangt viel Disziplin: Neben dem normalen Schulunterricht mit ihren Klassenkameraden erhalten die drei Sechsjährigen nachmittags Stunden in Gehörbildung, Rhythmus und Tanz, Englisch und Deutsch, und natürlich zweimal in der Woche Instrumentalunterricht.

Ihre Musiklehrer sind in Europa ausgebildet und wissen, welche Herausforderung die Aufnahmeprüfungen in den dortigen Hochschulen und Konservatorien darstellen. „Wir wollen unsere begabtesten Schüler so weit bringen, dass sie auf ein Leben als professionelle Musiker gut vorbereitet sind“, sagt Mateo Celi, in Frankreich studierter Cellist und gemeinsam mit dem Geiger Álvaro Panchi Initiator des PBA. Die „Damas Alemanas“ unterstützen Ana Paula, Luís Angel und Monserrat jetzt auf diesem Weg mit je einem monatlichen Stipendium.

Wir Damas Alemanas freuen uns über jede noch so kleine Spende. Helfen auch Sie!


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